Vanilla Raspberry Heart Cake

Einen Vormittag Zeit nur für mich! Also fix Kaffee gemacht, vor den Laptop gesetzt und die Festplatte nach bereits erfolgreich gebackenen und gegessenen Backwerken durchforsten! Fast in Vergessenheit geraten ist hierbei ein wahres Prachtstück! Drei Lagen fluffig, lockerer Biskuit, zahlreiche Himbeeren, Vanillecreme und ein „Samtmantel“ – all das wurde verbunden in Einem: dieser leckeren Vanilla-Raspberry-Heart-Torte

Die Torte war ein Mitbringsel zur Geburtstagsfeier meiner lieben Oma. Welche Musik ich an diesem Tag beim Backen gehört habe, weiß ich leider nicht mehr. Ich weiß allerdings noch, dass es an diesem Tag unendlich heiß war und der Biskuit eine gefühlte Ewigkeit nicht auskühlen wollte, der Fondant allerdings wurde ständig zu warm und floss mir fast von der Torte. Backen mit Hindernissen – auch das habe ich irgendwie gemeistert. Zurück zur Musik, ich gebe nun einen Tipp, von dem ich denke, dass er zur Zubereitung passen könnte🙂

Leider habe ich keine Bilder der einzelnen Backschritte, lediglich welche vom Endergebnis. Die nächste Torte wird dann genaustens dokumentiert!

Grundlage für diese Torte (und auch für die meisten meiner anderen Torten) bildet ein Biskuitteig. Ich verwende immer ein altes Rezept aus einem richtig alten Backbuch, welches ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Hier nun die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum vollendeten Kuchenglück:

Zutaten für Biskuitteig:

4 Eier (getrennt)

180g feinster Zucker

1 P. Vanillezucker

4-3 EL Wasser

150g Mehl

100g Speisestärke

3 TL Backpulver

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine 22cm Springform einfetten. Die Eigelbe werden mit der Hälfte des Zuckers und dem Päckchen Vanillezucker schaumig geschlagen. Hierfür ruhig Zeit lassen – gut Ding braucht Weile!!

Die Eiweiße in einer separaten Schüssel steif schlagen und hierbei das Wasser stetig zufügen. Nun den restlichen Zucker langsam einrieseln lassen. Ich gebe immer noch eine kleine Prise Salz zusätzlich zu den Eiweißen.

Jetzt kommt der tricky part: Eischnee voooorsichtig mit einem Holzlöffel (ich nehme meist meinen Teigschaber) unter die schaumigen Eigelbe heben. Keinesfalls zu sehr im Eischnee matschen, sonst kann es sein, dass der Teig nichts wird.

Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver über die Eimasse sieben und dabei langsam mit einem Rührlöffel oder Teigschaber unterziehen. Den Teig in die Springform füllen und glatt streichen. Für 25-30 Minuten backen und die Ofentür während der Backzeit nicht öffnen, da sonst der Teig zusammenfällt.

Stäbchenprobe machen, Kuchen aus dem Ofen nehmen und vor dem Heraustrennen aus der Springform gut auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit kann man die Vanillecreme zubereiten. Hier die Zutaten:

450ml Sahne

Vanilleextrakt

Sahnesteif

150g Puderzucker

frische Himbeeren

Die kalte Sahne mit Sahnesteif und Vanilleextrekt steif schlagen. Ich gebe lieber etwas mehr Sahnesteif hinzu, um die Standfestigkeit zu erhöhen. Nun den Puderzucker hinzugeben und den Teig in zwei Schüsseln aufteilen. Die eine Hälfte kann gleich kühl gestellt werden, unter die andere Hälfte werden nach Belieben frische Himbeeren gezogen. Anschließend auch kühl stellen und für mindestens 2 Stunden gut durchkühlen lassen!

Das Thema Fondant wird ja stets heiß diskutiert! Manche schwören darauf, es selber herzustellen – andere bevorzugen Fertigprodukte. Ich habe mit beidem schon gearbeitet und nehme lieber selbst hergestelltes Fondant, habe aber (aus Zeitmangel) auch schon fertigen Fontant benutzt. Der selbst hergestellte lässt sich leichter einfärben, finde ich, da die Lebensmittelfarbe bereits während der Herstellung beigefügt werden muss, und man sich so das endlose Kneten sparen kann. Der Fondant dieser Torte ist weiß – daher kann man auch fertigen verwenden. Hier die Zutaten, die ich immer verwende:

500g Puderzucker (manchmal etwas mehr!)

2 EL Zitronensaft (oder Limettensaft, am besten frisch gepresst!)

75g Palmin (soft)

Palmin erwärmen und mit Puderzucker vermengen. Ich  mache das immer mit einem Schneebesen. So lange Puderzucker zugeben, bis die Masse nicht mehr an den Händen klebt. Zwischenzeitlich immer wieder den Zitronensaft einträufeln lassen. Nun aus dem Topf nehmen und den Teig kalt kneten. Ich lege ihn dann, in Frischhaltefolie gewickelt, in die Truhe, dann lässt er sich besser verarbeiten.

Der Biskuitteig sollte nun ausgekühlt sein. Vorsichtig aus der Springform lösen und horizontal in drei Teile schneiden. Auf eine Tortenplatte legen (ideal ist eine, welche drehbar ist!). Auf den untersten Teil die Vanille-Himbeercreme streichen, einen weiteren Tortenboden darauflegen und mit Vanillecreme bestreichen, schließlich den Tortendeckel auflegen und die Oberfläche und die Seiten des Kuchens großzügig mit Himbeermarmelade einstreichen. Wer keine Kerne mag, kann diese heraussieben oder eine Marmelade ohne Kerne verwenden. Die Torte so wie sie ist in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen.

Wenn die Torte schließlich mit Fondant überzogen werden soll, den Fondant aus der Truhe nehmen und auf einer Arbeitsplatte mit Hilfe von Puderzucker ausrollen. Die Kunst ist es, den Fondant schön flach auszurollen, dabei muss man aufpassen, dass es keine Risse gibt. Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist, den ausgerollten Fondant über das Nudelholz schlagen und so zur Torte transportieren. Vorsichtig über die Torte legen und zuerst den Deckel glatt streichen. Dann die Seiten glatt ziehen und abschließend alles mit einem Fondantglätter glatt streichen. Die Reste unten habe ich mit einem Zacken-Rädchen abgeschnitten. Außerdem habe ich mit dem Rädchen die  „Soll-Schnittstellen“ angezeichnet. Nun noch eine hübsche Schleife drum und mit Zuckerperlen kleine Applikationen gesetzt.

That´s it! Es sieht wirklich schwieriger aus, als es ist! Und es gilt: Übung macht den Meister!

Über Kommentare freue ich mich wie immer riesig!

Cheers, J. v. B.

3 thoughts on “Vanilla Raspberry Heart Cake

  1. Hallöle Julchen,
    Die Torte sieht suuuuper aus!
    Und zum Fondant……… drei ???
    So habe ich noch nie Fondant selber gemacht!
    DAS funktioniert? Klar, sonst hättest du es nicht geschrieben!
    Bin total begeistert!
    Mein Fondant besteht aus mehr Zutaten
    und das Herstellen ist so zeit- und kraftaufwendig,
    dass ich auch oft lieber fertiges kaufe!
    DAS werde ich aber so schnell wie möglich ausprobieren!!!
    Hammer!
    Zauberhafte Grüße, Katja

  2. Zeit- und kraftaufwendig ist es, ja🙂 habe noch eine andere Torte damit überzogen, werde ich demnächst mal posten, da gab es dann auch einige Problemchen.
    Die Sache mit Fondant ist finde ich immer etwas von Sternenkonstellation, Thermik und Ähnlichem abhängig. Mal klappt es, mal nicht – zumindest bei mir🙂
    Kann aber total verstehen, dass du gerne mit Fertigem arbeitest!!
    Beste Grüße❤

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