Sweet Birthday Trilogy

Runde Geburtstag sind etwas Tolles – insbesondere für backwahnsinnige Menschen wie mich. Zu besonderen Anlässen darf es stets etwas Außergewöhnliches geben, sowas spornt mich zu Höchstleistung an! Wenn das Geburtstagskind dann noch der beste Mann auf Erden ist – dann gehts rund im Rock a Hula Bakehouse! Aber seht selbst, was es gab:

Ace of Spades Torte, Cherry Pockets & Ace of Spades Cupcakes

 

…eine süße Trilogie, bestehend aus einer kleinen Torte, Kirsch-Plunder-Taschen sowie Cupcakes. Nachfolgend werden alle Rezepte einzeln aufgeführt. Beginnen werde ich mit der Torte, denn diese war auch bei den Backvorbereitungen als erstes an der Reihe. Vor allem aber gilt es für solch einen Küchenmarathon genügend gute Musik an den Start zu bringen, da sonst schnell der Elan fehlt. Um dem vorzubeugen hier mein Tipp.

Für Torten nehme ich mir stets zwei volle Tage Zeit, denn die Herstellung von Fondanttorten macht nur Spaß, wenn sie ordentlich Zeit zum durchkühlen haben, sonst wird es schnell matschig und die Torte sieht dann auch dementsprechend aus. Aber zunächst einmal die Zutatenliste für die Vanille-Pfirsich-Torte (18cm Springform):

4 Eier

80g feinster Zucker

120g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

Für die Füllung und Dekor:

600ml Sahne

1 EL Vanilleextrakt

Sahnesteif

2 EL Vanillepuddingpulver

1 kleine Dose Tortenpfirsiche

4-5 EL Nutella 

250g weißen Rollfondant

etwas schwarzen Modellierfondant

Aus den oben genannten Zutaten wird ein Biskuitteig hergestellt. Hierfür den Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, vor dem Einschieben der Springform auf Backtemperatur zurückschalten. Die eigentliche Backtemperatur beträgt 180 Grad, dennoch bevorzuge ich bei der Herstellung von Biskuitteig diese Methode, damit der Ofen richtig heiß ist und der Biskuit besser hochgeht. Die 18-cm Springform mit Backpapier auslegen. Eier trennen, aus Eigelb und Zucker eine schaumige Creme rühren. Hierfür lasse ich mir richtig Zeit, gerne auch mal an die 10 Minuten, denn der Biskuit wird umso besser, je länder die Eier schaumig gerührt wurden. Mehl mit Backpulver vermengen und vorsichtig in den Eier-Zucker-Schaum einsieben und vorsichtig unterziehen. Nun noch die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen und mit einem Teigschaber unter den Biskuit ziehen. Wie immer sollte dies sanft aber rasch geschehen und mit dem Teigschaber nicht an den Rand der Schüssel geklopft werden, da sonst der Teig eventuell zusammenfallen könnte. Fertigen Teig nun in die Springform füllen und bei c.a. 180 Grad (Temperatur zurückdrehen!) 30-40 Minuten backen. Während der Backzeit den Ofen nicht öffnen und vor dem Herausnehmen unbedingt eine Stäbchenprobe durchführen. Bleibt kein Teig mehr am Stäbchen hängen, wird der Ofen ausgeschalten und der Tortenrohling darf bei geöffneter Ofentür auskühlen.  

Ist der Biskuit erkaltet, wird er bis zur weiteren Verarbeitung kühl gestellt, damit er sich später besser durchteilen lässt. Ich habe den Kuchen über Nacht kalt gestellt – mindestens aber 6 Stunden sollten es sein. Danach wird der Biskuitteig horizontal in drei Teile geteilt. Man kann hierfür einen Tortenteiler oder einen Bindfaden verwenden – ich bevorzuge ein scharfes, großes Messer.

Unmittelbar vor der Zusammensetzung der Torte wird die Creme für die Füllung hergestellt. Hierfür wird die kalte Sahne mit reichlich Sahnesteif-Pulver steif geschlagen und mit dem Vanilleextrakt und dem Puddingpulver vermischt. Bis zur weiteren Verarbeitung sollte die Creme gut abgedeckt und kühl gelagert werden.

Den obersten Teil des Biskuitteigs legt man nun als Boden für die Torte in einen Tortenring, der vorher auf 18cm Durchmesser eingestellt wurde. Dann kommt ein großer Klecks Tortencreme auf den Boden und wird glatt gestrichen. Dann verteilt man die Tortenpfirsiche kreisrund auf der Creme und bedeckt die Pfirsiche mit einer weiteren Portion Creme. Hierauf schichtet man den mittleren Teil des Biskuitteigs und bestreiche diesen wiederum mit dem Rest der Creme. Schließlich kommt noch der „Deckel“ drauf. Der Tortenring sollte nun noch einmal fest angezogen werden, damit die Creme und die Teigteile in der Form durchkühlen können. Bei mir durfte die Torte für ein paar Stunden auf das Fensterbrett, denn draußen war es viel kälter und der Kühlschrank war ohnehin voll🙂

Unmittelbar vor dem Verzehr kann die Torte nun fertiggestellt werden. Hierfür wird das Nutellaglas für kurze Zeit ins warme Wasserbad gegeben um die Creme geschmeidig zu machen. Der Tortenring wird mit einem scharfen Messer von der Torte entfernt und die Torte wird mit einem Tortenmesser relativ dünn und gleichmäßig mit Nutella bestrichen, um die Krümel zu binden und damit die Fondantdecke besser hält. 

Torte – mit Nutella eingestrichen

Danach habe ich die Torte wieder für c.a. 30 Minuten kalt gestellt, damit das Nutella nicht mehr so weich ist. In der Zwischenzeit kann man aber langsam den Rollfondant auf Raumtemparatur bringen indem man ihn weichknetet. Herbei sollte man darauf achten, dass man keine Fussel an den Händen hat und auch zum Ausrollen eine Unterlage verwendet, die völlig glatt ist, da sich sonst alles im Fondant festsetzt und die schöne samtige Oberfläche beschmutzt werden kann. Den Rollfondant mit einem rolling-tool in Größe der Mantelfläche der Torte ausrollen und vorsichtig auf die Torte setzen. Dieser Schritt erfordert ein klein wenig Übung aber es funktioniert von Mal zu Mal besser!

 Mit einem Fondantglätter oder den Händen kann der Fondantüberzug nun glatt gestrichen werden. Überschüssigen Fondant mit einem Teigrädchen oder einem Messer abschneiden und die Fondanttorte beliebig verzieren. Ich habe aus schwarzem Modellierfondant kleine Spades ausgeschnitten und mit ein bisschen Nutella an der Torte befestigt. Zum Schluss gab es noch eine schwarze Schleife und  fertig war das Ding! Hier noch einige Fotos von der Ace of Spades Torte

Weiter ging es mit süßen Cherry Pockets. Da ich bereits so viel Zeit in das Törtchen gesteckt habe, musste nun etwas her, was schnell geht und trotzdem nett aussieht. Beim Frühstücks-Kaffee blätterte ich mal wieder durch die letzte Ausgabe der Lecker Bakery und entschied mich für die leckeren Cherry Pockets. Hierfür benötigt man:

1 Rolle Blätterteig (Kühlregal)

1 Glas Kirschen

1 EL Vanillepuddingpulver

2 EL + 2 EL Brauner Zucker

Orangenschale

1 Ei

1 EL Milch

Und das war es schon. Ich hatte ja bereits erwartet, dass diese Dinger lecker sein MÜSSEN – aber sie kamen so gut an und der Aufwand ist so gering, dass diese süßen Kirschtaschen in Zukunft sicher öfter auf der Kaffeetafel landen werden. 

Der Ofen wird auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt. Dann werden die Kirschen abgetropft – den Saft hierbei auffangen. Dieser wird dann zusammen mit 2 EL braunem Zucker und dem Vanillepuddingpulver aufgekocht. Anschließend kommen die Kirschen und die abgeriebene Orangenschale hinzu. Den Topf dann kalt stellen. Die Blätterteigrolle auf einem Backblech ausrollen und in sechs gleichgroße Rechtecke schneiden. Das Ei wird mit der Milch verquirlt und auf die Teigstücke mit einem Backpinsel gestrichen. Nun kommt immer eine kleine Menge Kirschfüllung auf die Teigrechtecke, diese werden dann an den langen Seiten eingeklappt, an den kurzen Seiten mit einer Gabel verschlossen. Die Oberfläche noch einmal mit Eiermilch bepinseln und vor dem Backen mit braunem Zucker bestreut. Dann muss nur noch mit einem schwarfen Messer die Tasche eingeschnitten werden, damit die Kirschsoße etwas herausträufeln kann. Die Kirschtaschen dürfen dann für 25 Minuten backen. Das war es auch schon. Ich habe die doppelte Menge hergestellt, hatte also 12 Kirschtaschen, die so schnell vergriffen waren, dass ich kaum nachkam, den Teller zu füllen. Aufgetischt wurden die Kirschtaschen in DIY-Bäckertütchen mit „Route 30“ Aufklebern.

Zu guter Letzt noch das Rezept für die Ace of Spades-Cupcakes, welche die süße Trilogie abrunden und stilistisch zur Torte passen. Für die Muffins habe ich den gleichen Teig verwendet, wie für die Kirsch-Kokos-Cupcakes. Das Rezept findet ihr hier. Jedoch habe ich für diese Muffins den Kokossirup weg gelassen, dafür gab es vor dem Backen eine kleine Hand voll Himbeeren auf die Muffins. Ansonsten bleibt die Herstellung sowie Backzeit und -temperatur identisch. Nach dem Auskühlen wird der Rest der Tortencreme, welche oben beschrieben wurde, mit einem Tortenmesser auf die Muffins gestrichen. Dieses Mal habe ich bewusst auf Spritzbeutel und -tülle verzichtet, da ja die modellierten Fontant-Spades auf die Cupcakes sollen und sich hiefür ein ebener Untergrund besser eignet. Kurz vor dem Servieren kommen wie gesagt die Fondant-Spades auf die Cupcakes und dann kann auch schon losgeschlemmt werden.

Viel, viel Freude beim Nachbacken! Cheers, Julchen v. Brennt

One thought on “Sweet Birthday Trilogy

  1. Pingback: Fancy Fondant Bow | Rock a Hula Bakehouse

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